Bamberger Spezialitäten

Gärtnerstadt vor Bamberg

Süßholz

Vor den Toren Bambergs war ein bedeutendes Süßholz-Anbaugebiet. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert war das Süßholz eines der bedeutendsten Produkte der Stadt. Sogar in verschiedene europäische Nachbarstaten wurde exportiert. Vor allem als Süßungsmittel in der Heilmedizin war es beliebt. Der Absatz in diesem Bereich ging mit der Verwendung von Rüben- und Rohrzucker jedoch stark zurück, bis er Mitte des 20. Jahrhunderts fast zum erliegen kam.

Glücklicherweise wurde im Gärtner- und Häckermuseum ein kleiner Bestand weiterkultiviert. Aus diesem konnten in jüngster Vergangenheit wieder Setzlinge gezogen werden. Hauptsächlich sind die heutigen Anbauflächen nur zu Schauzwecken gedacht und ein Weiterführen der Bamberger Tradition.

Mittlerweile findet man auf so mancher Speisekarte einen Süßholz-Spritz mit Likör aus der besonderen Wurzel. Oder im Hotel bei Bamberg direkt gibt es auch einen hausgeräucherten Süßholz-Schinken.

Bamberger Hörnla

Nur zu viele Bamberg-Neulinge denken hier sofort an eine Art des Croissants. Aber tatsächlich handelt es sich hierbei um eine Kartoffelsorte aus Franken. Der Begriff ist sogar geschützt und darf exklusiv nur bei dieser speziellen Kartoffelart die in Franken angebaut wurde auch genutzt werden.

Ähnlich dem Süßholz, drohte auch die Sorte des Bamberger Hörnla auszusterben. Doch im Zuge der Rückbesinnung der Gesellschaft auf regionale und ursprüngliche Produkte konnte das Bamberger Hörnla gerettet werden und erfreut sich immer stärker werdender Beliebtheit.

Übrigens: Bestellt man sich in Bamberg beim Bäcker ein „Hörnla“ so erhält man wirklich ein Gebäck-Hörnchen und keine Kartoffel. Allerdings wissen Sie jetzt was der Gemüsehändler oder Gastwirt Ihnen anbietet, wenn er vom Bamberger Hörnla spricht.